Ozonung von Wasser – bedenkliche Nebenprodukte?

Es ist bekannt, dass während der Ozonung Krebs erregende Nitrosamine aus organischen Stickstoffverbindungen sowie Bromat aus Bromid gebildet werden können. Während der Ozonung werden signifikante Mengen von N-Nitrosodimethylamin (NDMA) gebildet (5 –15 ng/l), aber in der nachfolgenden Sandfiltration auch im Mittel zu 50 % wieder eliminiert (s.
Hollender). Obwohl in der Schweiz keine Grenzwerte für Nitrosamine im Oberflächen, Grund- oder Trinkwasser existieren, gewinnt das Thema in Zusammenhang mit der bevorstehenden Ausrüstung von rund 100 Abwasserreinigungsanlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe (u.a. Ozonung) zur Beseitigung von Spurenstoffen zunehmend an Bedeutung.
Ein Monitoring dieser Substanzen im Zusammenhang mit der Kontrolle der Reinigungsleistungen liegt auf der Hand.

Mit der Aufrüstung auf ein GC-TEA-Gerät der neusten Generation ist es Labor Veritas AG inzwischen möglich, verschiedene Nitrosamine im tiefen Spurenbereich von 2-10 ng/l nachzuweisen.

Für Bromat, das ebenfalls als krebserregend gilt, existieren in der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung Toleranzwerte von 10 µg/l für Trinkwasser und von 3 μg/l für Mineralwasser. Für diese Substanz ist bei Labor Veritas AG schon seit längerem eine sensitive ionenchromatographische Methode im Einsatz, die es erlaubt, das Anion im Bereich von 0.5
µg/l zu bestimmen.

Brauchen Sie analytischen Support? Peter Kleinert (p.kleinert@laborveritas.ch, Mobile +41 79 263 03 82) steht für weitere Auskünfte zur Verfügung.

 

Referenziertes Dokument:
download (pdf) Eawag Juliane Hollender, Spurenstoffe eliminieren: Erfolgskontrolle, Eawag News 67d/Juni 2009